72. Fachveranstaltung vom 27. Januar 2027
Risikomanagement hat in vielen Unternehmen einen Platz am Tisch. Beim Entscheid ist es trotzdem oft nicht dabei. Die Warnsignale liegen vor, und das Geschäft läuft weiter. Zwei Gründe tragen das. Überladene Organisationen sind weniger fokussiert, überladene Menschen weniger präsent, rund 60 Prozent der Führungskräfte in Deutschland sind erschöpft (Auctority & Civey 2024). Und die Verhältnisse arbeiten gegen den Stopp: Meldungen landen beim Verdächtigen, Zielvorgaben übersteuern Regeln. Verhältnisse bestimmen Verhalten.
Im halbtägigen Workshop mit Manuela Broz, Kulturbooster, Beraterin für Organisationsentwicklung, Leadership und Führungskultur, arbeiten Sie an Fällen aus Schweizer und internationalen Organisationen, von Raiffeisen über PostAuto und RUAG bis Exxon Valdez, und an fünf Hebeln, die Kontexte schaffen, in denen das Richtige das Einfache ist und das Falsche das Schwierige. Warum bleibt eine Limite ohne Folge nur eine Zahl? Welche Anreize machen das Stoppen teurer als das Weiterlaufen? Wie werden Risikomeldung und Kritik sagbar, ohne Karriererisiko? Was heisst Verantwortungsarchitektur zwischen Verwaltungsrat und Geschäftsleitung konkret?
Ihr Nutzen: Sie lernen, an Anzeichen zu erkennen, was in einer Organisation wirklich los ist, ohne sich auf ihre Selbstbeschreibung zu verlassen. Sie formulieren Stopp-Kriterien für Ihre nächste Risikositzung: was einen Stopp auslöst, wer entscheidet und bis wann. Und Sie gehen mit einem Diagnoseblatt nach Hause, das Ihre eigene Organisation über fünf Hebel einordnet, mit Belegen statt Eindrücken.
Ideal für Verwaltungsräte, Geschäftsleitungen, Risikomanagerinnen und -manager, Compliance- und IKS-Verantwortliche, die wollen, dass ihre Befunde eine Folge haben. Und für alle, die eine Frage beantworten wollen: Wer in Ihrer Organisation könnte morgen einen Stopp auslösen, ohne dass die Karriere endet?
- 27. Januar 2027
- 13.30 Uhr - 19.00 Uhr
- Bern
- Link zu Kulturbooster
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