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Wie sicher ist unsere Stromversorgung?

Generalversammlung und Jahrestagung | Aarburg, 9 - 16 Uhr

 

  Freitag, 2. September 2016

  ab 9.00 - 16.00 Uhr

  Restaurant Aareblick, Boningerstrasse 57, 4663 Aarburg (Karte)

Inhalt

Strom ist für unsere moderne Gesellschaft unverzichtbar geworden, aber auch so selbstverständlich, dass wir im Alltag keinen Gedanken mehr darüber verschwenden. Unsere digitalisierte Welt (Internet, IT, Kassensysteme, Telekommunikation, technische Steuerungen, …), aber auch alltägliche Dinge wie Kochen, Duschen, Fernsehen, Zug fahren, Tanken, Kühlen, Heizen u.v.m. sind hochgradig abhängig von einer gesicherten Stromversorgung. Schon kurzfristige Unterbrechungen betreffen uns und sind meist ärgerlich. Doch was passiert, wenn der Strom über längere Zeit nicht mehr verfügbar ist? Wie könnte dies verursacht werden? Wo gibt es Schwachpunkte? Welche Mechanismen sollen dies verhindern? Wir haben zu dieser Thematik ausgewiesene Experten eingeladen und freuen uns im Anschluss auf spannende Diskussionen.

 

 

Rückblick

Generalversammlung und Jahrestagung 2016

Am 2. September 2016 fand in Ruppoldingen die diesjährige Generalversammlung und Jahrestagung statt. Unsere Präsidentin, Nicole Heynen, blickte auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die Mitgliederzahlen konnten bei den Einzel- und Kollektivmitgliedschaften leicht gesteigert werden. Das Geschäftsjahr 2015 und Budget 2016 präsentierte die Finanzchefin Tanja Matetic. Die Jahresrechnung wurde mit einem Gewinn von CHF 1‘142.19 angenommen, die Organe entlastet und Remo Küry – bisheriges Vorstandsmitglied - als neues Ehrenmitglied gewählt. Neu in den Vorstand wurden Bruno Triet, Franke Group, und Betrand Volken, Visana Sevices AG, gewählt.

Die Jahrestagung stand unter dem Thema „Wie sicher ist unsere Stromversorgung?“ Werner Meier, Delegierter für die wirtschaftliche Landesversorgung, erörterte die Zuständigkeit und Handlungsoptionen im Falle einer Strommangellage. Eine Strommangellage ist eine länger andauernde Verknappung von Strom, die unterschiedliche Ursachen haben kann (Naturereignis, Rohstoffverknappung, technische Störung etc.). Im Unterschied dazu ist ein Blackout eine technische Störung im Stromnetz, die in der Verantwortung des Netzbetreibers liegt. Zu diesem Thema äusserte sich Paul Niggli, Leiter Crisis Management & BCM der Swissgrid. In seinem Referat wurde dargelegt, wie das Übertragungsnetz aufgebaut, wie stark es mit Europa verknüpft ist und welche entscheidende Rolle es als Bindeglied zwischen Produktion und Verbrauch spielt. In eindrücklicher Weise wurden die technischen Zusammenhänge geschildert und die Risiken eines Blackouts dargestellt. Renato Tami, Geschäftsführer der Elcom, die als unabhängige staatliche Regulierungsbehörde im Elektrizitätsbereich fungiert, schilderte unter anderem wie die Versorgungssicherheit im Strombereich überwacht und der internationale Stromtransport und Handel geregelt ist. In seinem Beispiel wurden die verschiedenen Ereignisse erläutert, die zu der angespannten Versorgungssituation im Winter 2015/2016 geführt haben. Prof. Dr. Bruno Brühwiler, unser Ehrenpräsident und Geschäftsführer der Euro Risk Limited, beendete das Vormittagsprogramm mit diversen Informationen zu den Neuerungen aus dem Bereich der ISO 31000. Wie immer hat er uns mit seiner packenden, lebendigen Vortragsweise in den Bann gezogen.

Am Nachmittag konnte das Flusskraftwerk Ruppoldingen besichtigt werden. Die fachkundigen Führungen vermittelten einen hervorragenden Eindruck zur Steuerung und Technik eines Kraftwerks.